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Sinfonien von Eszterháza Teil XXI.

Sinfonien von Eszterháza – Teil XXI
 
12 Jahre – 20 Wochenenden – 92 Sinfonien. György Vashegyi und das Orfeo Orchester spielten zwischen 1998 und 2009 einen bedeutenden Haydn-Zyklus in Fertőd-Eszterháza, in dessen Rahmen sie alle Sinfonien des Meisters, die vor seiner Londoner Reise geschrieben wurden, zum ersten Mal seit Haydns Zeit an ihrem Geburtsort, auf originalen Instrumenten und mit einem dem Originalen ähnlichen Ensemble aufführten. In derselben Periode führten sie mit dem Purcell Chor auch alle seine Messen und deutschsprachige Oratorien auf. Das monumentale Unternehmen setzt sich nun in den Räumen des Schlosses fort. Das mit den Preisen „Diamant de l’Opéra“ der französischen Opéra Magazine und „Diapason D’Or“, sowie mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnete Orfeo Orchester wird nach weltberühmten Dirigenten, wie Helmuth Rilling, René Jacobs, Philippe Herreweghe, Masaaki Suzuki oder Ádám Fischer wieder von seinem Gründer, dem mit Liszt-Preis ausgezeichneten György Vashegyi dirigiert. Seine vertiefte Haydninterpretation
kann am besten mit den Worten einiger europäischen Kritiker geschildert werden: „in seinen herrlichen, flexiblen und dramatischen Gesten wird sein Gefühl für den Klang und für die Gliederung gleich ersichtlich […]; […] Seine folgerichtige und feste Dirigierweise bezeugt über seine unanfechtbare Kompetenz […], er kann die einzelnen Teile gut artikulieren, sie abwechslungsreich und kontrastiv gestalten, sowie ihren Charakter und ihre
emotionale Herausforderungen finden […] Seine Dirigierweise ist dynamisch, mannigfaltig, farbenvoll, rationell energisch, aber zugleich ist er auch fähig, zart zu sein.“ Am 12. April 1788 erschien die folgende begeisterte Kritik in der Pariser Zeitung Mercure de France: „… Man hat vor allem in sämtlichen Konzerten die Sinfonien von Haydn aufgeführt. Jeden Tag wurde man empfänglicher dafür und infolgedessen bewundert man auch noch mehr die Schöpfungen dieses vielseitigen Genies, das in jedem seiner Werke es so gut versteht, aus
einem einzigen Gedanken die reichsten und verschiedensten Entwicklungen abzuleiten… Haydns Sinfonien sind sich immer ihrer Wirkung sicher…“

Zum Erfolg verurteilt
2. August 2019, Freitag, 19 Uhr
Apollo-Saal

In Eszterháza gab es nicht nur Oper auf europäischem Niveau, sondern – dank den Wandertruppen – auch ein blühendes Theaterleben. Laut zeitgenössischen Berichten wurden die Theaterstücke oft mit Orchester begleitet. Die vermutlich von Haydn geschriebenen Musikstücke sind verschollen. Ähnlich wie die Sinfonie Nr. 12 in E-Dur, die Nr. 22 „Der Philosoph“ oder die Nr. 49 „La passione“, die alle aus Bühnenmusik zusammengestellt wurden, hat die Sinfonie Nr. 34 auch diesen Charakter. 1784 war vielleicht die erfolgreichste Periode in Mozarts Leben. Damals gab er viele Konzerte auch im Wiener Palast des Grafen Johann Esterházy, wo er unter anderen auch mit dem Konzert Es-Dur welches seiner talentierten Schülerin Barbara Ployer gewidmet wurde, großen Beifall erntete. Die 1781 geschriebene, brillante Sinfonie Nr. 75 wurde auch an der ersten Londoner Reise Haydns aufgeführt. Über das Konzert zeichnete Haydn auch eine morbide Geschichte auf: ein Geistlicher, „als Er das Andante hörte, in die tiefste Melancolia versunken, weil ihm nachts vorher von diesem Andante träumte, mit dem Beysatz, dass dieses Stück ihm den Tod ankündige“; tatsächlich starb er einen Monat später.
 
Programm:
J. Haydn: Sinfonie Nr. 34 d-Moll
W. A. Mozart: Konzert Es-Dur für Fortepiano KV 449
J. Haydn: Sinfonie Nr. 75 D-Dur

Künstler:
MIHÁLY BERECZ – Fortepiano
ORFEO ORCHESTER (auf originalen Instrumenten)
LÁSZLÓ PAULIK – Konzertmeister
GYÖRGY VASHEGYI – Dirigent

Die Grundsteinlegung
3. August 2019, Samstag, 19 Uhr
Apollo-Saal
 
Die ständige Erneuung durch Experiment ist eine der wichtigsten Eigenschaften des Oeuvres von Haydn. Das mit Gregorianischen Passionsgesängen durchwirkte erste Stück wurde für eine Aufführung in der Karwoche am Ende der 1760er Jahren komponiert, und es antizipiert die eindrucksvollen, in Moll geschriebenen „Sturm und Drang“-Sinfonien. 1784 sprachen die Wiener Musikfreunde über die Klavierkonzerte von Mozart, er gab in etwa anderthalb Monaten mehr als zwei Dutzend Konzerte. Es ist also kein Wunder, dass ein mit großer Kunst gestaltetes Konzertstück, das aber leichter zu spielen war, als jene von Mozart, großen Erfolg unter den geschickten Amateuren hatte. So ein Liebhaber-Concert ist Haydns Konzert D-Dur für Fortepiano, welches der Werbung seines Wiener Verlags nach „das Einzige bislang abgedruckte“ Konzert war. Die Sinfonie D-Dur ist eine der Werke, deren Uraufführung gut dokumentiert ist: sie wurde nach dem Brand der ersten Oper, zum Anlass der Grundsteinlegung „der neuen und größeren Oper“ gespielt. Ihre musikalische Gestaltung weist bereits auf die Londoner Sinfonien hin.
 
Programm:
J. Haydn: Sinfonie Nr. 26 d-Moll „Lamentatione“
J. Haydn: Konzert D-Dur für Fortepiano Hob. XVIII:11
J. Haydn: Sinfonie Nr. 70 D-Dur

Künstler:
MIHÁLY BERECZ – Fortepiano
ORFEO ORCHESTER (auf originalen Instrumenten)
LÁSZLÓ PAULIK – Konzertmeister
GYÖRGY VASHEGYI – Dirigent
 

Einen schönen Tag wünschen wir uns!
4. August 2019, Sonntag, 19 Uhr
Apollo-Saal
 
Haydn und 1761 – der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. So eine glückliche Konstellation ergab sich selten in der Musikgeschichte. Der 1. Mai 1761 war nicht nur in Haydns Leben von Bedeutung: an jenem Tag trat er in den Dienst der musikalischen Fürsten Esterházy. Er experimentiert, lernt, komponiert – er kennt die Vergangenheit der Musik, die Welt der Concerti Grossi, die Mannheimer Schule, besonders die Kunst von
Stamitz, aber er sucht schon neue Wege. Im Orchester von Eisenstadt spielten ausgezeichnete Musiker, wie der berühmte Violinist Tomasini, oder der Cellist Weigl, so fügte Haydn gerne Konzertsätze in seine Sinfonien ein. In diesen Werken werden wir auch virtuose Violine-, Cello-, sowie Flöte-, Fagott- und Oboepartien hören. Der üblichen Erklärung nach versuchte der vor kurzem in den Esterházy-Hof gekommene Komponist mit diesen Solos die Gewogenheit der Musiker zu gewinnen, aber die drei Kompositionen können auch als ein verhohlenes Probespiel interpretiert werden.
 
Programm:
J. Haydn: Sinfonie Nr. 6 D-Dur „Der Morgen“
J. Haydn: Sinfonie Nr. 7 C-Dur „Der Mittag“
J. Haydn: Sinfonie Nr. 8 G-Dur „Der Abend“

Künstler:
ORFEO ORCHESTER (auf originalen Instrumenten)
LÁSZLÓ PAULIK – Konzertmeister
GYÖRGY VASHEGYI – Dirigent

Ticketverkauf: an der Rezeption des Schlosses Esterházy, Fertőd oder auf der Webseite www.jegymester.hu
 

Besucherinformationen

ÖFFNUNGSZEITEN IM SOMMER
20. Juni – 30. September
Montag–Sonntag: 9.00-18.00
Öffnungszeiten der Kasse: 8.45-16.55

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