Esterházy-kastély
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DIE ERZÄHLENDEN SCHÄTZE DER ESTERHÁZYS

Neue Ausstellung im Palmenhaus (Das Fotografieren ist im Raum nicht gestattet!)

Das Schloss Esterházy in Fertőd ist der größte Barock-Rokoko-Denkmalkomplex in Ungarn. An seiner Stelle befand sich einst ein kleineres Jagdschloss mit 22 Zimmern, dessen Bau 1720 von Graf Josef Esterházy nach den Plänen des Wiener Architekten Erhard Martinelli begonnen wurde. Die Blütezeit des Schlosses begann, als Nikolaus I. Esterházy 1762 den Fürstentitel von seinem Bruder Anton Paul erbte. „Was der Kaiser kann, kann ich auch!" – Mit diesem Slogan begann Nikolaus, dessen Beiname „der Prachtliebende“ war, den riesigen Bau. Die Bautätigkeit war bis zu seinem Tod im Jahr 1790 fast ununterbrochen.

Die Siedlung wurde samt dem Schloss ab 1765 Eszterháza genannt.

Mit allen Mitteln der Barock- und Rokoko-Pracht des 18. Jahrhunderts ausgestattet ließ Fürst Nikolaus ein Opernhaus und ein Puppentheater errichten, wo deutsche Theaterkompanien sowie italienische und französische Balletttänzer auftraten. Dirigent seines europaweit berühmten Orchesters war der hervorragende österreichische Komponist Joseph Haydn, der viele seiner Werke im Dienst der Familie komponierte.

Aber diese Pracht verschwand rasch nach dem Tod des Fürsten. Sein Sohn, Fürst Nikolaus II., der Gründer der berühmten Galerie Esterházy, kehrte nach Eisenstadt zurück, und Eszterháza fiel in einen hundertjährigen Dornröschenschlaf. Im 19. Jahrhundert wurden mehrere Gebäude abgerissen, darunter das Opernhaus. Einige der verbleibenden Gebäude wurden für wirtschaftliche Zwecke genutzt.

An der Wand ist ein Grundriss des Schlosses zu sehen, auf dessen Unterseite wir das Schloss selbst und seinen Zierhof in einer kleinen U-Form sehen können. Dahinter sieht man den französischen Park und den Lés-Wald, der zur Zeit von Nikolaus der Prachtliebende noch eine Fläche von etwa 300 Hektar umfasste. Am Ende der mittleren Allee sehen wir den Kirchturm der Nachbarsiedlung Fertőszentmiklós, links die Silos der alten Zuckerfabrik Petőháza und rechts ein ehemaliges Jagdhaus in Röjtök, das leider nicht mehr vorhanden ist existiert heute.

Unterhalb der Karte befinden sich zwei Stühle, auf denen die chinesische Kultur beobachtet werden kann, auf deren Spitze eine kleine chinesische Figur steht, die einen Regenschirm in der Hand hält.

 

Das Schicksal der Schatzkammer, das Schicksal der Familie

Der Palatin Paul Esterházy (1635–1713) errichtete ab 1692 seine Schatzkammer auf der Burg Forchtenstein (auf Ungarisch Fraknó). Es ist die einzige Barockschatzkammer der ungarischen Aristokratie, die an ihrem ursprünglichen Standort erhalten geblieben ist. Die Schätze der Familie Esterházy konkurrierten mit den Sammlungen europäischer Fürstenhöfe. Wegen des Ersten Weltkriegs und der vorhersehbaren Turbulenzen, die durch die Teilung des Landes durch den Frieden von Trianon verursacht wurden, hat Fürst Nikolaus IV. Esterházy (1869–1920) einige seiner Sammlungen und wertvollen Gegenstände nach Budapest überführt. Die Esterházy-Schätze wurden während des Zweiten Weltkriegs zuerst im Museum für Angewandte Kunst und dann im Palais Esterházy auf der Burg von Buda aufbewahrt. Das Palais Esterházy in Buda wurde 1945 bombardiert und viele Gegenstände wurden beschädigt oder zerstört. Ein beträchtlicher Teil der unter den Ruinen gefundenen Schätze gelangte in das Museum für Angewandte Kunst in Budapest, wo sie vom Goldschmied Joachim Szvetnik über viele Jahre restauriert wurden.

Glücklicherweise wurde das Schloss in Fertőd nicht zerstört, aber ein Großteil der Einrichtung wurde weggetragen, zerschlagen oder in Brand gesteckt.

Der Rechtsvorgänger des 2014 gegründeten Eszterháza-Zentrums, die Nationale Treuhand der Denkmäler, versuchte das Schloss so genau wie möglich zu rekonstruieren, was auch bei der Rekonstruktion der Haupttreppe, des Sommerspeisesaals, der Sala Terrena und des Ballsaals in den Jahren 2010–2011 berücksichtigt wurde. Das Eszterháza-Zentrum setzt die begonnenen Arbeiten fort und zielt darauf ab, das historische Innere des Schlosses wiederherzustellen. In den letzten Jahren hat der ungarische Staat zweimal 500 Millionen Forint gegeben, um Kunstschätze zurückzukaufen, die einst der Familie Esterházy gehörten. Möbel, Uhren und Porzellane wurden ins Schloss zurückgebracht.

Die Ausstellung, die 2017 im Palmenhaus eröffnet wurde, wurde teilweise aus diesen Stücken zusammengestellt. Darüber hinaus wurden die im Museum für Angewandte Kunst aufbewahrten Stücke der Esterházy Familie an Fertőd übergeben.

Auf der rechten Seite des Raumes befinden sich Möbel und Uhren, auf der linken Seite Gemälde von Familienmitgliedern und Porzellan. Am Ende des Raumes stehen zwei versilberte Stühle des Fürsten Paul I. Esterházy (1635–1713). Er war der erste in der Familie, der den Titel führte, nachdem Kaiser Leopold I. ihn 1687 in den Fürstenstand erhoben hatte. Deshalb befindet sich L für Leopold in der Mitte des Esterházy-Wappens (sichtbar auf der Stuhllehne).

 

Die Gemälde zeigen folgende Familienmitglieder:

1. Ursula Esterházy (1641–1682): die erste Frau des Palatins Paul Esterházy, sie gebar achtzehn Kinder.

2. Esterházy-Kind: wahrscheinlich eines der Kinder von Ursula und Paul.

3. Fürst Paul I. Esterházy (1635–1713): Palatin, Großvater des Nikolaus I. Esterházy, des Prachtliebenden.

4. Fürst Nikolaus I. Esterházy der Prachtliebende (1714–1790): der Auftraggeber für den großflächigen Bau des Schlosses Esterházy in Fertőd. Die Blütezeit des Schlosses ist nach ihm benannt.

5. Graf Nikolaus I. Esterházy (1583-1645):Palatin, der Sonne von der Vizegespan aus Preßburg, Franz Esterházy und Sophie Illésházy.

6. Fürstin Maria Anna Louise Lunati-Visconti (1713–1782): die lothringische Frau von Paul Anton Esterházy besuchte Eszterháza im Juli 1773.

7. Esterházy-Junge (1845): unbekannt.

8. Fürst Paul IV. Esterházy (1843–1898): der Großvater des Fürsten Nikolaus IV. Esterházy. Das Schloss wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Nikolaus und seiner Frau Margit Cziráky aus dem „Dornröschenschlaf“ wiederbelebt.

„Weißes Gold“– Die Porzellane werden in der folgenden Reihenfolge ausgestellt: Japanische und Chinesische Porzellane, Stücke aus Meißen, Deutschland (die erste Porzellanmanufaktur in Europa), Wiener (Augarten), Französische (Sévres), Niederländisch (Delft) und Ungarische (Herend).

Besucherinformationen

ÖFFNUNGSZEITEN:
Montag-Sonntag zwischen 9.00-17.00 Uhr
Kassenöffnungszeiten: zwischen 8.45-15.55 Uhr
Schlosstour - nur mit Führung!

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